14 - Gross-Hartmannsdorf und Stroppen

Georg (1)

der Ältere, kauft 1501 Braunau, 1503 auch einen Teil von Gross-Hartmannsdorf. Gemahlin Tochter Christoph Rupprechts zu Löwenberg und einer Talkenberg. Die Familie nennt sich von etwa 1520 ab: Grimm, Rupprecht genannt, oder kurzweg Grimm(e).

Nickel (2), Christoph (3) und Georg (4)

der Jüngere, noch ungesondert, verkaufen 1535 Braunau an die Stadt Löwenberg.

Christoph (3)

erwirbt 1537 Tschinschwitz und tauscht es 1542 an die Gebrüder Profen gegen Gross-Rosen um, wo er bis 1570 sitzt, 1571 zu Döberle und von 1572 ab auf Herrn-MotscheInitz (Niedergut). Die Herzöge Heinrich und Karl von Öls bleiben ihm 1400 Thaler schuldig; verschiedene Edelleute haben die Bürgschaft für sie übernehmen müssen. Langjährige Mahnungen und Suppliken von Christophs Söhnen auf Befriedigung.

Georg (4)

der Jüngere, erwirbt 1534 und 1545 in Teilen auch das übrige Gross-Hartmannsdorf. Erbaut das Schloss da. Kauft 1547 Merzdorf und 1550 Schedwigsdorf hinzu. Gemahlin Tochter Georgs v. Sch. auf Linderode und Sprottau und der Salome v. Gladis. Sein “Sweher” ist Jokoff v. Köckritz 1536.

Georg (5)

Gemahlin Tochter Jacobs v. M. auf Herrn-Motschelnitz, Landeshauptmann.

Heinrich (9)

1603 zu Krehlau sitzend. I. Gemahlin ist Schwester von Georgs (5) Frau. II. Gemahlin Tochter des Lassel v. Niebelschütz auf Herzogswalde und der Magdalena v. Falkenhayn Kummernigk.

Nickel (13)

sitzt bis 1582 auf Raschewitz, auf Gut und Stadt Stroppen ab 1587. Erste Gemahlin Tochter Hans` v. L. auf Schlaupitz.

Brandan (14)

erhält von Herzog Heinrich von Liegnitz wegen dessen Schulden an ihn den Gröditzberg pfandweise eingeräumt. Der widerrechtliche Ueberfall des Herzogs auf ihn und die Burg (1573) und Brandans Gefangensetzung ist u. a. in: Schönwälder, Die Piasten zum Briege, Band II, S. 210 näher beschrieben. Landeshauptmann vom 15. Juli 1593 bis zum Tode. Er hinterlässt Gross-Hartmannsdorf an die Söhne Fabians (16). Seine und Fabians (16) Frauen sind Schwestern, aus dem Hause Gröbzig in Anhalt; Mutter eine Böltzig aus dem Hause Wörbzig.

Christoph (24)

wird mit dem Zusatz “und Rosenau (im Jauerschen)” bezeichnet. Das kann, da keins der Güter, die jetzt Rosenau heißen, je Familienbesitz war, schwerlich etwas anderes als (Gross-)Rosen bedeuten. Aehnlich schwanken Ortsbezeichnungen im 17. Jahrhundert auch sonst (z. B. Kotzenau, Kotzen, Glofenau, Glofen, Panthenau, Panthen). Christoph kann dann nur ein Sohn II. Ehe Heinrichs (9) sein. Wegen eines “vorsätzlichen homicidii”, begangen an einem Gastwirt, 1637 zunächst kriegsgerichtlich zum Tode verurteilt, schließlich dahin begnadigt, 4 Monate “die Musquet auf sich zu nehmen und Schildwache zu stehen”. 1647 pachtet er Gross-Mohnau und kauft 1655 Romolkwitz und PoInisch-Baudiss.

Hans Georg (29)

wirkt als Gesandter der Schlesischen Fürsten und Stände bei Kaiser Rudolf II. 1609 den Majestätsbrief (freie evangelische Religionsübung) aus. Verkauft 1613 die aus der Erbschaft Helenas (29,42) überkommenen Güter Pluskau und 0strawe an Herzog Georg Rudolf. Gemahlin wird in der Traueintragung Stroppen als Magdalena bezeichnet, sonst immer, auch im selben Kirchenbuch, Helena genannt.

Brandan (33)

1598 auf der Universität Padua. Gemahlin ist aus dem Hause Kuhnau, Schwester Wolf Heinrichs, die Mutter eine Tschesch.

Fabian (34)

kauft 1605 vom Schwiegervater Kittlitztreben mit Lindenau, verkauft es 1616 an Caspar v. Braun und sitzt dann wieder auf Gross-Hartmannsdorf, das Niedergut dort wird 1626 von ihm an Hohbergs verkauft. Gemahlin Tochter Nickels v. B. auf Modlau und der Eva v. Schkopp.

Hans Albrecht (39) und Ladislaus (41)

Erbteilung der Brüder nach Mündigkeit Ladislaus’ (41) 1624. Er wählt Stroppen. Hans Albrecht (39) übernimmt Prosgawe.

Anna Katharina (47)

Das zunächst von ihr und Juliana (48) zusammen besessene Mittel- und Obergut Gross Hartmannsdorf wird nach Kriegsende als Creditwesen an Schellendorfs verkauft, Anna Katharina kauft 1654 einen Anteil Hockenau.

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